TUI-Chef relativiert Bedeutung der neuen Marke Sundeals
TUI-Chef Sebastian Ebel (Foto) sieht in der neuen britischen Direktvertriebsmarke Sundeals keine ernsthafte Konkurrenz für den Reisebürovertrieb oder das klassische TUI-Geschäft. Sie ziele auf dynamisch paketierte Reisen im günstigen Segment und sei bewusst von TUI getrennt, sagte er am Mittwoch. 90 Prozent der Anstrengungen entfielen weiter auf die Kernmarke.
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Sebastian Ebel sieht in der neuen Marke Sundeals keine ernsthafte Konkurrenz für die Reisebüropartner
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Sundeals soll bei TUI eine Lücke im britischen Markt schließen. Ebel erklärt, TUI werde klar zwischen dem stärker serviceorientierten TUI-Produkt und einfachen, preisgünstigeren Angeboten unterscheiden. Sundeals solle deshalb vor allem dynamisch zusammengestellte Flug-Hotel-Pakete verkaufen. Die Marke ging in Großbritannien mit Reisen unter anderem nach Spanien, Griechenland und in die Türkei an den Start.
Als Vorbild nennt Ebel L'tur. Mit der Tochter verfüge TUI in Deutschland bereits über ein erfolgreiches Direktvertriebsmodell für dynamisch produzierte Pauschalreisen. In Großbritannien sei der Konzern in diesem Segment bislang weniger stark. Marktuntersuchungen hätten zudem gezeigt, dass viele Kunden nicht genau verstünden, was sie bei dynamischen Paketen erhalten.
Reisebüros bleiben wichtiger Vertriebskanal
Eine Verlagerung des TUI-Geschäfts weg vom stationären Vertrieb sieht Ebel durch Sundeals nach eigenen Worten nicht. Reisebüros seien in allen Märkten "extrem wichtig". Zwar sei der Vertriebskanal teuer, gleichzeitig eigne er sich aber gut für Produkte mit höheren Margen.
Auch die Kräfteverteilung innerhalb des Konzerns beschreibt Ebel eindeutig. "90 Prozent auf TUI, zehn Prozent auf Sundeals", lautet seine Gewichtung. Für die neue Marke sei zudem nicht viel Geld investiert worden. Auch ein Start in Deutschland ist nach seinen Worten eher unwahrscheinlich. Sollte TUI Sundeals-Produkte irgendwann auch für Reisebüros öffnen wollen, seien die technischen Verbindungen dafür vorhanden.
Christian Schmicke